Archiv für Kolumne

10 Opern in 10 Sätzen

Die Fernsehsender 3Sat, ZDF Theaterkanal und Classica suchen zusammen die beste Oper aller Zeiten. Hier die Kandidaten, zu denen die jeweils sehr kurze Beschreibung gefunden wurde:

  • Die Zauberflöte (Mozart) – Freak im fetzigen Kostüm

    Unter anderem in der Dresdener Semperoper werden die Top Ten der Opernszene aufgeführt

    Unter anderem in der Dresdener Semperoper werden die Top Ten der Opernszene aufgeführt

  • Fidelio (Beethoven) – Die Wiege alle Hymnen
  • La Traviata (Verdi) – Schicksalsjahre einer Außenseiterin
  • La Bohème (Puccini) – Laienspielgruppe im Dachgeschoß
  • Lohengrin (Wagner) – Der Vorläufer zu Indiana Jones
  • Carmen (Bizet) – “Fame, der Weg zum Ruhm” auf spanisch
  • Aida ( Verdi) – Die Afrikaoper mit Bombastchor
  • Der Rosenkavalier (Strauss) – Schönling ist hier und dort verliebt
  • Tosca (Puccini) – Vorbild für alle Whitney Houstons dieser Welt
  • Don Giovanni (Mozart) – Hätte von Tarantino sein können

Zur Abstimmung über die Nr. 1 der Opernszene

Foto: Thomas Kohler@Flickr

Nachrufe des Jahres 2009

Gestorbene 2009 – sie sind nicht mehr unter uns

Diese Prominenten, Künstler, Politiker, Fernsehstars und Manager sind 2009 für immer gegangen. Hier sind etwas mehr als fünfzig Gestorbene des Jahres aufgeführt. Dazu ihr Leben in einem Wort, einem Spruch oder einem Satz.

  • friedhofAdolf Merckle – Pillen machten ihn reich, VW-Kursschwankungen ertrug er nicht
  • Al Martino – spanische Augen im Smoking
  • Barbara Rudnik – man kann spontan keinen Film oder keine Rolle nennen – das Gesicht bleibt dennoch unvergessen
  • Charlie Mariano – der Jimi Hendrix des Jazz
  • Claude Levi-Strauss – Nein, nein, nicht die Hosen
  • Corazon Aquino – philippinische Hoffnungsträgerin
  • Dave Dee – Seine Bandmitglieder hatten alle merkwürdige Namen
  • Domenica Niehoff – Aussteigerhure
  • Eduard Zimmermann – Ganoven-Ede
  • Edward “Ted” Kennedy – Einer der vielen Brüder, Cousins und Schwager der Familie
  • Erich Böhme – Brillendreher
  • Ernst Benda – Volkszählungsurteilmacher
  • Farrah Fawcett – die perfekte Föhnwelle
  • Frank McCourt – Die Asche meiner Mutter
  • Franz Marischka – RTL der 80er und 90er Jahre währe ohne seine Filme prüde gewesen
  • Fred Delmare – Heinz Rühmann der DDR
  • Fritz Muliar – der braver Soldat Schwejk
  • Gisela Stein – Grande Dame des Theaters
  • Günter Kießling – Er hatte Probleme mit der Bundeswehr, als es dort noch keine Frauen gab
  • Hanne Darboven – Aktionskünstlerin
  • Hanne Hiob – Lebenslang Tochter
  • Hans Matthöfer – gab Kontra mit Rotwein
  • Horst Szymaniak – einer der ersten Fußball-Legionäre
  • Irving Penn – Schwarz/Weiß-Fotographie in Perfektion
  • Jeanne-Claude – die rothaarige Christo
  • Johanna König – Ariel
  • Johannes Mario Simmel – Mit den Clowns kamen die Tränen
  • John Updike – keiner sollte öfters den Nobelpreis bekommen – seine Romane waren stets viel besser, als die der Preisträger
  • Jörg Hube – Wie Ottfried Fischer: ein bayerischer Schauspieler und Kabarettist. Allerdings besser, intelligenter und dünner
  • Jürgen Gosch – Die Szene verehrte ihn, die meisten überforderte er
  • Karl Malden – Was für eine Nase
  • Leo Brawand – Der Mann im SPIEGEL-Schrank
  • Leszek Kolakowski – der polnische Habermas
  • Mary Travers – bekannt durch Peter & Paul
  • Merce Cunningham – Er konnte einen Pas de deux richtig buchstabieren UND ausführen
  • Mercedes Sosa – La Negra
  • Michael Jackson – King Of  Pop
  • Monica Bleibtreu – Grandiose Schauspielerin; ihr Sohn ist dennoch populärer
  • Otto Graf Lambsdorff – Teure Manschettenknöpfe und Gehstock
  • Patrick Swayze – Orry Main
  • Paul Flora – Gesellschaftskritik mit spitzer Feder
  • Peter Zadek – Schlingensief in gut
  • Pina Bausch – Ballettpäpstin
  • Ralf Dahrendorf – Der Lord unter den Liberalen
  • Raúl Alfonsín – argentinischer Demokratiebringer
  • Reinhard Mohn – der Mann seiner Sekretärin
  • Robert Enke – Torwartgrübler
  • Robert McNamara – vom Kriegstreiber zum -gegner
  • Robert Stromberger – die 80er währen ohne seine Familie Drombusch weniger unterhaltsam gewesen
  • Rolf H. Dittmeyer – Der Mann hinter dem Saft
  • Ruth Drexel – TV-Mutter des dicken Bayers
  • Toni Sailer – eine Mischung aus Michael Schumacher und Thomas Gottschalk
  • Walter Cronkite – Peter Klöppel in gut
  • Werner Maihofer – Der Eisschnellläufer unter den Politikern
  • Willy DeVille – ein Hit: das reichte zum Berühmtsein

Inspiriert durch diesen Artikel der Eines-Tages-Redaktion des SPIEGEL Foto: Thomas Kohler@Flickr

Pressemeldung des Tages: Klimakonferenz Kopenhagen

Diese Dame muß nicht nur Fotografen ertragen. Dieser Tage sind in der Stadt an der Ostsee unzählige wortgewaltige Klimaschützer aus aller Herren Länder unterwegs

Diese Dame muß nicht nur Fotografen ertragen. Dieser Tage sind in der Stadt an der Ostsee unzählige wortgewaltige Klimaschützer aus aller Herren Länder unterwegs

Der Verband der Nationalen Naturlandschaften hat bei einem Gespräch mit Bundesumweltminister Röttgen seine Forderungen für die Klimakonferenz in Kopenhagen vorgestellt. “Regierung und Umweltverbände sind sich grundsätzlich einig: Kopenhagen muss zum Erfolg werden. Doch dazu bedarf es neben der Fokussierung auf die globalen Ziele auch der Unterstützung von klimaschutzrelevanten Aktionen vor Ort in den Nationalen Naturlandschaften”, sagte Guido Puhlmann, Vorsitzender des Verbandes. Dazu gehöre beispielsweise die Renaturierung von Moorflächen. “Anstatt Moore für die landwirtschaftliche Nutzung trocken zu halten und damit ständig Treibhausgasemissionen freizusetzen, können durch die Wiedervernässung der Flächen mehrere Millionen Tonnen CO2 gebunden werden”, so Puhlmann.

Die Themen Klimawandel und Biodiversität sind seit der Klimakonferenz 1992 in Rio de Janeiro untrennbar miteinander verbunden. Aus ökologischer Sicht ist eine Begrenzung des CO2-Gehalts der Atmosphäre auf 350 ppm (0,035 Vol%) unbedingt notwendig, sagte der Vorstandsvorsitzende. Dies wurde in der vergangenen Woche auf der internationalen “World Wilderness Congress” in Mexiko verabschiedet.

In den Nationalen Naturlandschaften sind die notwendigen Projekte zum Klimaschutz umsetzbar. “In unseren Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks können wir erklären, was der Klimawandel bedeutet. Gleichzeitig wird hier die natürliche Arten- und Biotop-Vielfalt erlebbar”, erläuterte Puhlmann und verwies auf den Erhalt dieser natürlichen Lebensräume. Zustimmend äußerte sich auch Bundesumweltminister Röttgen zu diesem Thema: “Der Schutz unserer Ökosysteme ist Voraussetzung für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlage.”

Ziel muss es sein, der Gesellschaft ein Gefühl für den Wert dieser einzigartigen und wertvollen Landschaften zu geben. “Dann kann man die Menschen auch dafür sensibilisieren, mit dem Klimaschutz und dem Schutz der Artenvielfalt direkt vor der Haustür zu beginnen. So geht Kopenhagen uns alle an”, so der Vorsitzende.

Bundesumweltminister Röttgen und Bundeskanzlerin Merkel werden zum Klimagipfel in Kopenhagen die Vorreiterrolle Deutschlands im Klimaschutz weiter einzunehmen. “Wenn wir selber mehr tun, sind wir glaubwürdiger”, sagte Röttgen.

Die Nationalen Naturlandschaften vereinen als Dachmarke alle deutschen Großschutzgebiete unter einem Namen. Ihr Ziel ist es, die derzeit 14 Nationalparks, 16 Biosphärenreservate und über 100 Naturparks durch ihren gemeinsamen Auftritt zum Inbegriff für die Schönheit deutscher Natur zu machen. Die Nationalen Naturlandschaften bieten den Großschutzgebieten einen einheitlichen gestalterischen Rahmen, der Besuchern, Förderern und Medien Orientierung, Überblick und Wahrnehmung der zahlreichen Angebote erleichtern soll. Die Nationalen Naturlandschaften werden von der Dachorganisation der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks EUROPARC Deutschland getragen sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt.

Kommentar der Kultur-Kolumne: Ach wenn doch Klimaschutz so einfach wäre. Derzeit kann kein normaler Mensch ernsthaft daran glauben, daß verbindliche Maßnahmen in Kopenhagen entschieden werden. Zu unterschiedlich sind die Interessen der Vertreter, außerdem dürfte wieder hart gepokert werden; schließlich ist der Klimaschutz ein Milliardengeschäft. Entwicklungsländer sehen bestimmt die Chance, die wegen der Rezession ausbleibenden Beträge über den Umweg Klimaschutz zu erhalten. Welchem Land kann man da übel nachreden, wenn das Klima als Pfand eingesetzt wird? Allerdings könnte jeder einzelne mit seinem Verhalten, das Klima ganz leicht positiv beeinflussen: Auto aus am Bahnübergang, Wasserhahn zu beim Zähne putzen, dicken Pullover anziehen statt Gasheizung auf mollige 24°C drehen.

Indes: wem will man es verdenken, in Australien bei heißen 37°C die Klimaanlage nicht zu benuten? Oder das Eigenheim nicht mit einer Isolierung zu versehen, weil die Investition das gesamte Einkommen bis zur Rente verbrauchen würde? Und wieviel Energie verbraucht eigentlich die Herstellung eines Windrades? Wieviel Energie verbrauchen die Vertreter aus allen Ländern der Erde mit ihren Flügen nach Kopenhagen? Wieviel Energie verbraucht Ihr Computer in diesem Moment (und die anderen Milliarden Dinger, die auf der ganzen Welt laufen), wieviel Energie braucht der Server, auf dem diese Internetseite läuft? Das wahrscheinlichste ist, daß noch Jahrzente geredet und nicht gehandelt wird. Oder man beherzigt eine alte Weisheit von Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes. Außer: Man tut es.

Quelle und weitere Information zur Pressemeldung:
Vivian Sophie Kreft
Leiterin Kommunikation
EUROPARC Deutschland e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel. 030/288 78 82-20
vivian.kreft@europarc-deutschland.de
www.nationale-naturlandschaften.de

Foto: pe_ma@Flickr

Musiker des Tages: Karl Theodor zu Guttenberg

Allein der Name bürgt für Qualität: Dr. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Von seinen Freunden, oder die, die sich dafür halten, wird er KT genannt; die Harald-Schmidt-Show machte ihn zum “Katsche Guttenberg”. Er ist locker und spritzig und kann so herrlich besorgt seine Stirn in Falten legen. Er trägt Anzüge mit der richtigen Armlänge, Hemden mit den richtigen Manschetten, dazu die richtigen und souverän gebundenen Krawatten. Er kann nicht von seinem elendteuren Haargel lassen, das ihm vermutlich viele Neider einbringt, die es als Beispiel für seine Schnöseligkeit heranziehen.

Zu Guttenberg hat alle Voraussetzungen für den absoluten und widerstandslosen Erfolg: die Eltern künstlerisch begabt und adelig, der Großvater wichtiger Politiker, die Ausbildung sinnvoll in der Ausrichtung und zielführend im Ergebnis. Das Kapital des Familienbesitzes reicht offenbar, um von den Zinsen leben zu können (Schmidt Show: “energischer Edelmann”).

Seine Gattin ist überdurchschnittlich blond und schön, die Kinder süß. Dazu parliert er in einem Englisch, das selbst Muttersprachler verblassen läßt. 2009 wird er zum politischen Überflieger und wenn er nicht allzu große Fehler macht, wird er noch mindestens 30 Jahre an der Macht bleiben. Rund herum ein toller Kerl, beliebt beim Volk wie kein zweiter seiner Zunft und dennoch: er geht einem gehörig auf die Nerven. Warum nur, lieber Herr zu Guttenberg, bleiben Sie nicht auf dem Teppich in Ihren Gesprächen mit der Presse, deren Vertreter man in Ihrer Gegenwart gerne als Heinis und Fuzzies bezeichnen möchte? Oder ist der folgende Ausschnitt ein ganz normales Interview? Der ehrenwerte Kollege Beckmann gab sich alle Mühe, doch auch er konnte nicht verhindern, daß passierte, was kommen mußte, wenn DJ KT losgelassen:

Beckmann: Das heißt, Sie haben jetzt noch Zeit, wenn Sie morgens um zwei zu Hause sind, mal eben ‘ne viertel Stunde zu spielen, ne kleine Fuge von Bach …?

KT: Die Fuge von Bach kommt manchmal sehr knarzig. Die ein oder andere Mozart Sonate auch. Vielleicht auch mal ‘nen Boogie Woogie, das ist einfach der Stimmung jeweils folgend. Oder auch mal ein verquerer Jazz.

Später folgten noch Hinweise auf Rockkonzerte, Spätvorstellungen von verrückten Filmen und eine australische Band namens AC-DC. Die Kultur Kolumne meint ganz klar: Karl-Theodor von und zu Guttenberg muß Präsident werden, leider darf er das erst mit vierzig Jahren. Wir werden uns bis zum 05.12.2011 gedulden müssen.

Erfolgsformel für den finanziellen Reichtum

Milliarden zu verdienen

Milliarden zu verdienen

Wer richtig reich werden möchte, sollte sich eventuell an den 10 erfolgreichsten des Landes orientieren. Die aktuelle Übersicht des Manager-Magazins legt nah, daß man mit ganz einfachen Geschäftsmodellen zu den Superreichen gehören kann. Lebensmittel (Plätze 1 bis 3 und 8 sowie 9), Pullover & Unterwäsche (Nr. 4), Putzmittel (Platz 5), Autos (6) und Handwerker- und Medizinerbedarf (Plätze 7 und 10) – das sind offenbar die Geheimrezepte zum finanziellen Erfolg. Computertechnik, Software, Solarbranche, Biotechnologie – all diese Branchen fehlen. Beim Geld ist es augenscheinlich wie im richtigen Leben: einfach ist einfach gut.

  1. Familie Karl Albrecht (ALDI Süd)
  2. Familie Theodor Albrecht (ALDI Nord)
  3. Dieter Schwarz (LIDL)
  4. Familie Otto(OTTO Versand)
  5. Familie Reimann (Reckitt Benckiser, z.B. Clerasil, Calgonit)
  6. Susanne Klatten (BMW)
  7. Familie Reinhold Würth (Handwerkerbedarf)
  8. Familie Oetker (Pizza, Puding-Pulver)
  9. Familie Herz (Tchibo)
  10. Ludwig Georg Braun (B. Braun Melsungen, z.B. Medizinbedarf)

Foto: lecasio@Flickr

Worte des Tages: neuer Duden

Mit jeder Neuauflage des Duden beginnt die Grundsatzdiskussion, welche Wörter besser in eines der wichtigsten deutschen Nachschlagewerke aufgenommen werden sollten – oder eben nicht. Viel Neues bringt die Gegenwart mit sich; sonst wäre unter D auch nicht der Dosenöffner zu finden; man müßte nach wie vor unter F wie Faustkeil nachschlagen. Insofern sind die neuen Wortkreationen letztlich nur ein Spiegel der Realität. Hier eine Auswahl der Begriffe, die es neu in den Duden geschaft haben.

    P.S. An alle Leitartikler der Nation: wer es schafft, mehr als die Hälfte dieser Liste in einer Glosse zu verarbeiten, darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen der begehrten Journalistenpreise machen. Alle Jurys der Welt finden aktuelles Einflüsse famos.

    Viel getrunken wurde schon immer - es hieß eben nicht Komasaufen sondern bechern, kübeln, zechen, prosten, tanken, begießen, einen kippen, einen heben, einen hinter die Binde gießen etc.

    Viel getrunken wurde schon immer - es hieß eben nicht Komasaufen sondern bechern, kübeln, zechen, prosten, tanken, begießen, einen kippen, einen heben, einen hinter die Binde gießen etc.

    • A – After-Show-Party
    • B- Bad Bank
    • C – Citymaut
    • D – Dopingarzt
    • E – Excellenzcluster
    • F – Formatfernsehen
    • G – Gesundheitsfonds
    • H – Herdprämie
    • I – Inselbegabte
    • J – Kein neuer Eintrag
    • K – Komasaufen
    • L – Luxesse
    • M – Mentoring
    • N – Nacktscanner
    • O – Onlinedurchsuchung
    • P – Prekariat
    • Q – Kein neuer Eintrag
    • R – Regenbogenfamilie
    • S – Skimming
    • T – Twittern
    • U – Umweltzone
    • V – Vorratsdatenspeicherung
    • W – Wutrede
    • X, Y – Kein neuer Eintrag
    • Z – Zwergplanet

    Foto: chepedaja@Flickr

    Fleißarbeit des Tages: 800 Seiten Geständnis

    Das hätte man den Jungs nicht zugetraut: die sogenante Sauerland Gruppe, die amerikanische Kasernen in Deutschland und möglicherweise mehr in die Luft sprengen wollte, machten ein umfassendes Geständnis. Auf achthundert Seiten legen sie dar, was sie wie und warum gemacht haben. Wenn man dies mit dem einfältigen Plan vergleicht, Bomben in Billig-Kochtöpfen herstellen zu wollen, darf man durchaus fragen: hatten wir alle Glück, daß sich die bösen Buben nicht schon bei der Planung der Anschläge so umfassend arbeiteten?

    Das Sauerland - Natur pur

    Das Sauerland - Natur pur

    A.Schwenke@Flickr

    Die unendliche Geschichte des Wechsels

    Bleibt er oder nicht – das ist hier die Frage. Franck Ribery ist einer der Top-Spieler des FC Bayern München und deshalb auch bei anderen Vereinen heiß begehrt. Er hat derzeit einen noch recht lang laufenden Vertrag, was den Wechsel nicht einfacher macht. So weit, so gewöhnlich für die Fußball Bundesliga. Die aktuellen News um den Fußballer nerven allerdings extrem: “Der Hammer”, “Skandal”, “Millionen-Monopoly” – die Überschriften der aktuellen Zeitungen und Blogs überhäufen sich mit Meldungen rund um einen möglichen Wechsel. Eigentlich ist alles ganz einfach, denn es gibt nur zwei Lösungen:

    1. Er bleibt. Dann wäre der Wind um die Sache lediglich lächerlich. Auch angebliche Interviews mit Stimmen wie “Ich will weg” scheinen recht unglaubwürdig.

    2. Er geht. Dann wäre der Wind um die Sache geschickt inszeniert, was sich unweigerlich auf die Ablösesumme auswirken würde. Der Tip der KK-Redaktion: er geht und Uli Hoeneß ist endgültig der auf unbestimmte Zeiten unschlagbare Meister aller Meister-Manager.

    Franck vs. Luca
    Hochgeladen von UdosVideo.