Das Erfolgsgeheimnis von Google

Aussenwerbung

Nach der Google-Formel könnte das hier ein Erfolg werden: die Werbung muss nicht gut sein, Hauptsache das Produkt stimmt.

Wer das Internet nutzt, kenn Google. Keine schlechte Ausgangsbasis für die Internetfirma mit den bunten Buchstaben. Was vielen innovativen Unternehmen fehlt, ist bei Google längst Standard: es wird mit cleveren Ideen auch Geld verdient. Douglas Edwards, ein ehemaliger Consumer-Brand-Manager bei Google hat jetzt in seinem Buch Google Mitarbeiter Nr. 59 ein kleines bisschen des Erfolgsgeheimnisses verraten:

Etwas ist falsch oder richtig. Wenn es falsch ist, gibt es dafür einen Grund, also arbeitest Du daran bis es stimmt.

Die Entwickler bei Google folgen der Maxime, dass sich das, was sich nicht programmieren lässt oder nicht durch eine Formel darstellbar ist, auch nicht optimieren lässt. So etwas findet bei Google einfach nicht statt. Eine kurze Unternehmensberatung für alle Startups folgt auch im Buch:

  • Glaube an Deine Ideen und misstraue konventionellen Praktiken
  • Nur gute Mitarbeiter bringen das Unternehmen voran
  • Idee schläg Budget: wenn das Produkt keinen Kundennutzen bringt, nützt die beste Kampagne nichts

Wie man damit unangefochtener Marktführer wird, bleibt dennoch ein Rätsel.

Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz

17 Kommentare zu “Das Erfolgsgeheimnis von Google

  1. Das könnte sich zwar etwas verschwörerisch anhören, aber diese Informationen kommen von einem Professor. Der Standort ist mir entfallen, aber Google versorgt eines seiner Rechenzentren mit grüner Energie aus einem Offshore Windpark. Für alle sieht es so aus, als ob sie das nur aus ökologischen und Imagegründen tun. Tatsächlich sammeln sie Daten über die Leistungsfähigkeit der Windanlagen, wann der WInd weht und wann nicht usw. Aus diesen gesammelten Daten erstellen sie dann Algorithmen, die vorhersehen sollen/können wann Strom zur Verfügung stehen wird. Da Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, verkauft Google diese Informationen an alle, die Energie in das Netz einspeisen wollen. So wissen die Einspeiser, wann es viel Strom geben wird, sie also kaum Geld bekommen und wann es wenig Strom gibt, so dass sie mehr Geld für die kWh bekommen. Hört sich nach einem interessanten Konzept an. Vielleicht hat hier jemand auch davon gehört.

  2. Google hat wirklich unser Leben verändert. Mir wäre es auch lieber, wenn man hier nicht so eine krasse Monopolstellung hätte. Irgendwann rächt sich das Ganze dann doch. Auch wenn wir alle Google täglich nutzen, ich glaube vielen von uns fällt gar nicht auf wie sehr wir abhängig von Suchmaschinen und dem Internet allgemein geworden sind. Ich bin ein Digital Native und mit dem Internet aufgewachsen, ich kenne aber auch noch die Zeit ohne Google und co. Vor kurzem habe ich mir das Hörbüch „Was Google wirklich will“ gekauft. Da merkt man erst was für eine Vision eigentlich hinter den Machenschaften von Google steht und was der große Masterplan von Larry Page und Sergey Brin eigentlich ist.

  3. Kannst du erklären was mit „Idee schläg Budget: wenn das Produkt keinen Kundennutzen bringt, nützt die beste Kampagne nichts“ gemeint ist? Imho passt die Erklärung dazu nicht so ganz.

    Davon abgesehen: Naja, man muss aber auch festhalten, dass Google mit seinen verschiedensten Diensten dem Nutzer auf jeden Fall einen Mehrwert bietet. Google hat damit das Internet schon in vielen Bereichen einfacher gemacht und stellt wirklich jedem die selben umfangreichen Tools zur Verfügung.
    Da gibt es ganz andere Unternehmen, deren Produkte nur bedingt oder gar keinen Mehrwert bieten und dabei auch noch kostenpflichtig sind. Da finde ich alles in allem das Google Konzept schon in Ordnung. Die restlichen großen Big Player hätten eben schnell genug reagieren müssen.. Google hat mit diesem Konzept definitiv etwas Innovatives geschafft… und heute versuchen alle andere große Tech-Firmen den Rückstand wieder aufzuholen.

  4. Tja Google…. ja Google ist Marktführer und ich hoffe, dass der Wettbewerb doch etwas stärker wird. Einerseits ist dies gut für die Qualität und andererseits eine Monopolstellung ist nie gut für die Meinungsfreiheit und Datensicherheit.

  5. Ich frage mich, was die Menschheit wohl machen würde, wenn Suchmaschinen wie Google und Yahoo plötzlich wegfallen würde. Kostenlose und vor allem schnelle zu Verfügung gestellte Informationen, Nischenseiten, Firmenseiten und und und…Alles würde es nicht mehr geben und eine Stange Geld würde somit auch wegfallen. Krass, wie Google unser gesamtes Leben verändert hat.

  6. Ich bin eigentlich ein sehr intensiver google nutzer. Ich nutze verschieden Dienste die Google anbietet, nicht nur die Suchmaschine. Ich denke mal meien Kinder waschen in einer Google-Welt auf 😉

  7. Ich sehe das genau so, wie Patrick. Google ist mächtig, macht Sinn! Meiner Meinung nach alles gut (y) Ich nutze auch viele Google Dienste und erkenne auf jeden Fall Vorteile!

  8. Markus Sanders says:

    Über 95 % der Suchanfragen laufen über Google. Natürlich ist diese Marktmacht erschreckend, doch der Erfolg von Google kommt auch nicht von irgendwoher. Mir persönlich erleichtert Google den Alltag. Natürlich bin ich mir bewusst, dass nichts im Leben kostenlos ist und nur die Art der „Bezahlung“ in Form von Daten eine Andere ist. Nach meiner Kosten-Nutzen-Rechnung (die ich als Betreiber einer Finanzdienstleistung als sehr wichtig erachte), zahlt sich der „Pakt mit dem Teufel“ in diesem Fall aus.

  9. Google ist unbestritten Marktführer in Deutschland was Suchmaschinen anbelangt. Bevor es google gab, standen andere Suchmaschinen zur Verfügung, die Frage ist nun wie google sich gegen diese durchsetzen konnte und heute die Wettbewerber in die Bedeutungslosigkeit gedrängt hat.

  10. Als Dienstleister ist man durch google echt gefordert jeden Tag das Beste zu geben, Mittelmass stirbt…

  11. Google bringt vor allem den Usern einen Mehrwert, denn jeden Tag suchen die User nach interessanten und neuartigen Infos und Produkten. Das alles in eine Formel passt ist sicherlich nur ein Punkt.

  12. Muss Ulrich ganz klar zustimmen. Die Google-Datensammelwut interessiert dank Facebook niemand mehr…

    Aber auch ich nutze beide Dienste.

  13. Ein wirklich guter Artikel. Google hat die Macht.

  14. Wenn ich mir die Werbung „Ferienhaus“ ansehe, kann ich doch Parallelen zu Google erkennen. Wenn man sich nur mal die Adwords Werbungen ansieht, sind diese auch nicht super innovativ oder extrem auffällig. Bei dieser Art von Werbung bestimmt allein der Ort der Anzeige über den Erfolg. Gerade dieses Unauffällige macht die Anzeigen vielleicht so erfolgreich.

  15. Die Google-Formel (im Bild): „die Werbung muss nicht gut sein, Hauptsache das Produkt stimmt“ bezweifle ich. Ich glaube nicht, dass sich Google mit minderwertiger Werbung zufrieden gibt. Schließlich ist die Werbung Googles größte Einnahmequelle … Google wendet wirklich gute und vor allem durchdachte Werbestrategien an. Einfach aber extrem effizient.

  16. Facebook übernimmt langsam aber sicher das Image des „Bösewichtes“ im Internet. Man hat mittlerweile schon die schlechte Stimmung gegen Street View usw. vergessen und mit Google+ entwickelt sich vielleicht ein neues Netzwerk neben Facebook.

  17. Google deckt bald das komplette Internet mit Diensten ab. Dies bietet viele Vorteile, birgt jedoch auch die Gefahren einer Monopolstellung. Ich bin begeisterter Google User und nutze die meisten Dienste.

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