Archiv für Umwelt
Spruch des Tages: Matt Ridley
Schlechte Nachrichten kommen als Flut, gute Nachrichten als Tropfen.
Matt Ridley im Gespräch mit Christine Brinck. Aufgezeichnet ist das vollständige Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 31.12.2011. Der Zoologe (Doktor der Zoologie in Oxford) und Autor (u.a. für Economist) lebt in Newcastle upon Tyne. Einer breiten Öffentlichkeit ist er durch seine populärwissenschaftlichen Bücher bekannt geworden. Ridley erklärt in seinem Werk, wie evolutionäre Adaption die komplexen Verhaltensweisen des Menschen begründet. Große Beachtung fand in Deutschland sein Buch The Origins of Virtue. In seinem Buch The Rational Optimist (2010), ruft er auf : “Wage es, ein Optimist zu sein!”
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Matt_Ridley – Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz
Bücher für den Sommerurlaub
Spannung in Afrika
Ist man der, der man glaubt zu sein? Und was weiß der andere über mich? Oder weiß ich gar mehr über den anderen, als mir selbst bewußt ist? Mit MALINDI, einem Psychothriller, geht man auf eine Reise bis nach Kenia auf der Suche nach Vergangenheit und Wahrheit. Marc Kessler, Tiefenpsychologe und Protagonist dieser ungewöhnlichen Reise, wächst dem Leser dabei unweigerlich ins Herz: man gönnt ihm regelrecht, die Hintergründe der äußerst merkwürdigen Umstände zu erfahren. Gelegentlich muß man richtig mit ihm leiden, aber das macht die Sache nur noch liebenswürdiger. Vor allem weiß man nach der Lektüre: das Leben eines Tiefenpsychologen möchte man keinesfalls führen. Hedge-Fonds-Manager in in Finanzmarktkrisenzeiten, Trainer einer abstiegsbedrohten Fußballbundesliga-Mannschaft oder Polizist beim Einsatz am Ersten Mai in Berlin-Kreuzberg versprechen mehr Ausgeglichenheit, Konstanz und Perspektive.
“Wenn die Therapie auch nur den Hauch einer Erfolgschance haben sollte, dann mussten er und Marc sich zunächst aufeinander einspielen. Danach mussten begleitende Maßnahmen getroffen werden, damit niemand in Wallners Umfeld zu Schaden kam, wenn seine seelischen Probleme offen zutage traten. All das erforderte sorgfältige und zeitaufwendige Vorbereitung und funktionierte nur unter der Bedingung: dass während dieser Zeit kein Zündfunke auch nur in die Nähe des Pulverfasses von Wallners brodelnden Agressionen kam.”
Alternative zu Ostafrika
Ernst Kleemann, der schon den Hamburger Detektiv Meise schuf, legt ein spannendes Buch für den Strandkorb vor. Aber vergewissern Sie sich, daß der Strandkorbwärter auch tatsächlich der ist, der er vorgibt zu sein. Man weiß ja nie. Passend dazu gab der gleiche Verlag einen Bildband zur schönen Ostseehalbinsel heraus: 365 Tage Fischland, Darß und Zingst von Georg Jung – Der immerwährende Kalender für eines der kostbarsten und schönsten Küstengebiete Europas. Viel schöner als Kenia. Aber doch ähnlich: spannende und unterhaltsame Geschichten rund um die Bewohner am Bodden. Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz
Wilde Bilder – Cartoons mit großen & kleinen Tieren
Cartoonair am Meer im Ostseebad Prerow auf dem Darß
„WILDE BILDER – Cartoons mit großen & kleinen Tieren“ lautet das Motto bei der nunmehr vierten Auflage (10.06. bis 11.09.2011) des deutschlandweit einzigartigen Karikaturen-Freiluftfestivals, wie die Cartoonfabrik in einer Pressemeldung mitteilt. Cartoonisten sind Tierfreunde! Auch, weil sich Tiere ausgesprochen gut eignen, um menschliches Verhalten und Charaktereigenschaften darzustellen. Vor allem aber sind Cartoonisten Tierversteher! Sie wissen nicht nur, wie Tiere denken, sondern auch, was sie uns zu sagen haben und bringen selbst Fische zum Reden! So wird es auf der Wiese im Garten vom Kulturkaten nur so wimmeln von gezeichneten Mäusen, Hunden, Elefanten, Katzen, Pinguinen, Hühnern, Krokodilen, Schweinen, Giraffen, Schlangen, Fliegen und vielen anderen Spezies aus heimischer und fremder Fauna.
Mehr als 230 Cartoons von 45 der besten Karikaturisten Deutschlands und aus Österreich kann man vom 10.6. – 11.9. 2011 unter freiem Himmel bei Sonne, Wind und Regen sehen. Sie beweisen auf vergnügliche Weise, dass Tiere eigentlich auch nur Menschen sind und umgekehrt. Veranstaltet wird die Freiluftschau von der Berliner Cartoonfabrik, die seit 1991 Karikaturenausstellungen ausrichtet und mit dem Cartoonair am Meer ein spezielles kulturelles Angebot für die Sommerzeit an der Ostsee entwickelte. Nach den Urlaubscartoons 2008, „Fiesen Bildern“ 2009 und „Reizenden Bildern“ 2010 folgen die „Wilden Bilder- Cartoons mit großen und kleinen Tieren“.
Wie schon im vorigen Jahr wird die Ausstellung umrahmt mit satirischen Abendshows, bei denen bekannte Künstler wie Dietmar Wischmeyer, FIL und Horst Evers in Prerow auftreten. Zum Finale verwandelt sich das kleine Ostseebad wie immer zur Hauptstadt des Cartoons. Beim traditionellen Cartoonistenworkshop am Abschlusswochenende treffen sich zahlreiche Ausstellungsteilnehmer in Prerow, um gemeinsam zu zeichnen, zu signieren und mit dem Publikum zu feiern. Mehr über das Cartooair am mehr unter www.cartoonair-am-meer.de
Heimatmuseum im 21. Jahrhundert
Die Rolle der Heimatmuseen bei der Vermittlung der Themen biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit
Wie Dr. Inge Gotzmann vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) e.V. berichtet, veranstaltete im November 2010 der BHU gemeinsam mit dem LWL-Freilichtmuseum Detmold einen ersten Workshop zu „Chancen und Möglichkeiten der Heimatmuseen zur Vermittlung der Themen biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit“. Auf der Veranstaltung in Detmold haben 30 fachkundige haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Museums- und Bildungsbereich neue Strategien für die Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.
Wer ist mit dem Begriff „Heimatmuseum“ angesprochen?
Und was können die Rolle und der Beitrag gerade dieser Museen zur Vermittlung der aktuellen Themen biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit sein? Heimatmuseen sind die kleineren, kulturgeschichtlichen Museen mit einem engen Bezug zur lokalen oder regionalen Alltags- und Lebenswelt der Bevölkerung. Anhand von praktischen Beispielen aus der Museumsarbeit wurde aufgezeigt, dass gerade diese Einrichtungen sehr spannende und vielfältige Bildungsangebote entwickeln können. Um Themen wie Artenvielfalt und Nachhaltigkeit verständlich und lebensnah zu gestalten, muss man nicht erst in die weite Welt hinaus schweifen. Auf einem Rundgang durch den Museumsgarten oder einer Exkursion in die umgebende Kulturlandschaft lässt sich anschaulich vermitteln, dass Artenschutz direkt vor unserer Haustür stattfindet. Die regionaltypischen Obst- und Gemüsesorten, Kulturpflanzen, alten Nutz- und Haustierrassen oder die Einfriedungen und Hecken als Bestandteile der Kulturlandschaft machen einen wesentlichen Teil unserer biologischen Vielfalt und unseres kulturellen Erbes aus. Jeden Tag verschwinden diese Lebensräume mehr und sterben zahlreiche Arten aus. Hier können Heimatmuseen ansetzen und die globalen Zusammenhänge auf lokaler Ebene mit kreativen Ansätzen veranschaulichen.
Was Heimatvereine leisten
Der Heimatverein Nieheim beispielsweise betreut ein Heimatmuseum, in dem das Wissen um das traditionelle regionale Handwerk der Flechthecken lebendig gehalten wird. In der Projektarbeit mit Jugendlichen, die den Verein Jugend pro Natur e.V. gegründet haben, wird deren Handlungskompetenz in Naturschutz und bürgerschaftlichem Engagement gefördert. Im Rahmen von Pflegeeinsätzen werden neue ökologisch wertvolle Flechthecken in der Landschaft angelegt. Durch die selbstständige Übernahme weiterer Aufgaben in der Biotop- und Landschaftspflege engagieren sich die Jugendlichen aktiv für den Erhalt ihrer Kulturlandschaft.
Die Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer diskutierten in Arbeitsgruppen wesentliche Erfordernisse für die Bildungsarbeit in den Heimatmuseen und kamen hierbei zu wichtigen Ergebnissen: Erfolgreiche Museumsprojekte zeichnen sich durch Alleinstellungsmerkmale, z.B. regionale Themenschwerpunkte, aus. Kooperationen und Vernetzungen mit Schulen, Kindergärten, Naturschutzeinrichtungen, Freilichtmuseen, Tourismusanbietern u.a.m. sind unbedingt weiter auszubauen. Heimatmuseen sollen eigene Ideen für zielgruppenorientierte Veranstaltungen entwickeln, z.B. ein Seniorencafé oder eine Landschaftsführung gekoppelt mit einer Kennenlern-Aktion für junge Leute oder Singles. Handlungsbedarf wird vor allem auch in Fortbildungsangeboten gesehen. Als essentiell werden die Bereitschaft zur Weiterentwicklung und die Offenheit für Neues hervorgehoben. Die Einbindung externer Referentinnen und Referenten, die Integration und Wertschätzung des Ehrenamtes und die interaktive Einbeziehung der Besucherinnen und Besucher bilden wichtige Eckpunkte in einem Museumskonzept.
Im Frühjahr 2011 ist ein zweiter Workshop am konkreten Fallbeispiel in einem Heimatmuseum geplant. Die Ergebnisse des Projektes werden vom BHU in einer Publikation mit einem Handlungsleitfaden veröffentlicht. Dieser soll den Museen bei der Vermittlung der Themen biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit Anregungen geben und eine praxisorientierte Hilfestellung bieten.
Information und Kontakt: Dr. Inge Gotzmann, Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU), Bundesverband für Natur- und Denkmalschutz, Landschafts- und Brauchtumspflege e. V., Adenauerallee 68, 53113 Bonn, Telefon (0228) 22 40 91, Fax (0228) 21 55 03, Internet: www.bhu.de, E-Mail: bhu@bhu.de – Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz
In der Kürze liegt die Würze – Themenwoche Essen ist Leben
Themenwoche Essen ist Leben in der ARD – das bedeutete tägliches Programm im Ersten und den Dritten mit Beiträgen zum Thema Essen und Ernährung. Ein Extra-Logo wurde eingeblendet, man lernte, wie weit und lange Lebensmittel auf Reisen sind und unter anderem durfte Tim Mälzer seine feine Küche präsentieren. Doch nicht nur die üblich verdächtigen Fernsehköche machten diesen Braten fett: unglaublich viele Sendungen, Beiträge und Magazine beschäftigten sich im weitesten mit dem Thema: ein Spielfilm zum Fasten im Ersten (dank Maxim Mehmet, Inka Friedrich und Dietmar Bär war der sogar trotz des sperrigen Themas hübsch anzusehen), Liebe und andere Delikatessen bei Bayern 3, ein Polizeiruf zum Thema Schweinemast (in dem der Begriff Bohnekaffee öfters genannt wurde, als in anderen Schmonzetten Latte Macchiato geschlürft wird), Berichte über Food Design, Genfood und Diäten. Ebenso durften die Anklagen nicht fehlen: Hunger in Afrika, Tonnen von Lebensmittelmüll und die dramatischen Probleme im Zusammenhang mit der Biospritherstellung in Kolumbien.
Die fast unüberschaubare Magazinlandschaft im Ersten Programm legte ebenso nach, besonders in der Wahl der Beitragstitel: Weltreise – mit dem Magen durch Amerika (Eins Extra), Planet Wissen: Alles über Nudeln – Die Stammesgeschichte von Pasta, Spätzle & Co. (WDR) und Exakt – Die Story: Dickes Deutschland – Übergewicht und die Folgen (MDR). Dazu kamen die unverzichtbaren Talkshows und hunderte Beiträge in den zig Radiosendern der ARD und ein umfangreiches Internetangebot mit Kalorienrechner und Ratespielen. Alles mit dem hehren Ziel: Die ARD-Themenwoche sollte zeigen, wie wir mit unserer Ernährung die Welt verändern, Denkanstöße für einen bewussteren Konsum vermitteln und Appetit machen auf gutes und gesundes Essen. Täglich gilt: Man ist, was man isst. So zumindest hatte es das Erste im Vorfeld der Tehmenwoche bekannt gegeben.
Den entscheidenden Spritzer Extrafinesse, der zu dieser Themenwoche fehlte, brachte allerdings erst Altmeister Harald Schmidt am späten Abend. Er kürzte den ganzen Rummel um dieses Thema auf 10 Sekunden zusammen: Was muß man bei der Ernährung beachten? Nicht so viel, öfters mal bewegen, nicht maßlos rauchen und saufen. Mahlzeit!
Urlaub und Literatur miteinander verknüpfen
Beste Kurzgeschichte mit Bezug zum Urlaubsland gesucht / Gewinner reist ins Bücherhotel
Gemeinsam mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern startet die vielgenutzte Internetplattform wissen.de einen Literaturwettbewerb mit Bezug zum Urlaubsland. Dabei werden die besten Kurzgeschichten zum Thema “Über Nacht” gesucht und von einer Fachjury bewertet. Ab sofort und bis zum 26. September können die Teilnehmer unter www.wissen.de/literaturwettbewerb Kurzgeschichten einreichen und tolle Preise gewinnen.
Der Tourismusverband MV stiftet als Hauptpreis einen siebentägigen Urlaub für zwei Personen im ersten Bücherhotel Deutschlands in Groß Breesen. Vier Literaturpakete rund um Mecklenburg-Vorpommern gibt es für die Plätze zwei bis fünf. Die fünf besten Geschichten erscheinen zudem beim Print-on-Demand-Dienst “1Buch” als Sammelband und liegen im Bücherhotel Groß Breesen zum Schmökern für die Besucher aus.
Die eingereichten Texte sollen maximal 10.000 Zeichen (ca. fünf A4-Seiten) umfassen. Die Jury setzt sich aus Kornelia Weiß, der Leiterin des ersten Bücherhotels Deutschlands, dem “Gutshotel Groß Breesen”, dem Buchautor und freien Redakteur Michael Fischer und wissen.de-Chefredakteur Jörg Peter Urbach zusammen.
Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Bernd Fischer, erhofft sich vom Wettbewerb neben vielen Kurzgeschichten mit Bezug zum Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern auch einen Schub für die kulturellen Angebote im Nordosten. “Literarisch, musikalisch und in der bildenden Kunst kann Mecklenburg-Vorpommern mit vielem aufwarten, das für die Nutzer von wissen.de interessant ist”, so Fischer. Die Internetplattform ist das führende Online-Wissensmagazin im deutschsprachigen Raum. Die Internetseite wird monatlich von rund zwei Millionen Interessierten besucht.
Chefredakteur Jörg Peter Urbach: “Das spannende Thema unseres Literaturwettbewerbs “Über Nacht” lässt der Fantasie der Autoren freien Lauf. Wir sind gespannt, ob wir das hohe Niveau der ersten Literaturwettbewerbe noch einmal übertreffen können. Die besten fünf Geschichten werden wir Ende Oktober auf wissen.de veröffentlichen.”
Seinen ersten Literaturwettbewerb schrieb wissen.de 2008 aus. Mittlerweile geht das erfolgreiche Format in die vierte Runde. Insgesamt haben seit Beginn mehr als 400 Autoren teilgenommen.
Quelle: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern www.urlaubsnachrichten.de Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz
Bauernregel des Monats: Heißer Juli
Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten.
Leider verderben die unzähligen Miesepeter den sonnigen Sommer. Schweiß, Ernteausfälle, Klimawandel, kaputte Klimaanlagen in den Zügen der Deutschen Bahn, Blasen im Asphalt, Saunas und Solarien gehen pleite, Fischsterben in den Seen wegen Sauerstoffmangel… Dies und Ähnliches bestimmt die Nachrichten. Dazu natürlich die unermüdlichen Klimawandel-Warner, -Anprangerer und Weltuntergangspropheten.
Dabei gäbe es so schöne Dinge aus dem heißen Juli 2010 zu berichten. Baden ohne Zittern im See, nahtlose Bräune, Springbrunnen werden beliebteste Plätze in jeder Stadt, Grillen bis in die Nacht, Vorfreude auf das nächste Gewitter, schicke Sommersachen ausführen, Duft nach Heu. Den Mittelmeerurlaub braucht man gar nicht erst anzutreten (wegen besserer Alternativen an der Ostsee), Cabrios sind bei Autovermietern ausgebucht und weitere Gewinner des Sommers freuen sich über jeden Tag, der über 30° Celsius hat: Bierbrauer, Holzkohlehersteller, Klimaanlagenbauer, -händler und -reparaturdienste; die Winzer profitieren auch. Und natürlich Freibäder, Softeisdistributoren und schließlich die Schattenparker, die erstmals der Welt zeigen können, daß sie schon immer Recht hatten.
Erkenntnis des Tages: man weiß viel zu wenig
Sie kennen Oh Eun Sun nicht? Das ist nicht schlimm, in ein paar Wochen wird sie aus den Schlagzeilen verschwunden sein. Derzeit führt sie diese mit der Meldung an, sie sei die erste Frau, die alle 14 Gipfel der Erde bestiegen hat, die mindestens 8.000 Meter Höhe haben. Und hier kommt schon die Masterfrage des Tages: wer kann alle 14 Berge nennen? Mount Everest, K2, Lhotse und Nanga Parbat dürften diejenigen sein, die man auch als Laie als “Hohen Berg” identifizieren könnte. Die fehlenden 10 wären: Kangchendzönga, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Annapurna I, Hidden Peak, Broad Peak, Gasherbrum II und Shishapangma.
Um der Klugscheißerei noch eins draufzusetzen, hier weitere Fakten, die man nicht wußte, die aber bei Kreuzworträtseln, Vereinsabenden und Begegnungen mit Günther Jauch hilfreich sein können:
- alle 14 Berge liegen in China, Nepal, Indien oder Pakistan
- nur zwei Gebirge haben Höhen von über 8.000 Meter: Himalaya und Karakorom
- zwischen 1950 und 1964 wurden alle 14 Gipfel erstmals bestiegen
- Bisher haben 20 Männer und eine Frau alle 14 Berge gemeistert; die bekanntesten unter ihnen dürften Reinhold Messer (erstmals alle ohne Sauerstoff) sowie Edmund Hillary und Tenzing Norgay (Erstbesteiger des Mount Everest) sein.
Fazit: eine Menge dazu gelernt. Übrigens ist der Gyachung Kang im Himalaya immerhin 7.952 Meter hoch. Er hat einen genauso unaussprechlichen Namen, ist wesentlich steiler, gefährlicher, kälter und abgelegener als die allermeisten Gipfel der Erde und wird dennoch der ewig unbekannte Berg bleiben, da ihm 48 Meter zur Championsleague der Gipfel fehlen.








