Archiv für Kohler zappt

Erfolgreichste Medien 2009

So bunt wie das Angebot, ist auch die Top 10 der meistverkauften Titel eines großen Online-Versandhandels. Wer hätte gedacht, daß es so einfach ist, die besten zehn Plätze zu erreichen. Offenbar gilt die Regel: wer in der Lage ist, eine SMS zu schreiben, sollte es mit seinem Werkauch in die Top Ten schaffen.

  1. Thriller in der x-ten Variante (Buch)
  2. Ausgezeichnete Autorin (Buch)
  3. Erfolgsautor (Buch)
  4. Sport-Computerspiel (Computer)
  5. Deutsch-Pop mit Vollbart (Musik)
  6. Vampir-Roman-Fortsetung (Buch)
  7. Bezieungskomödie (DVD)
  8. Sport-Computerspiel Teil 2 (Computer)
  9. Deutsch-Pop mit anspruchsvollen Texten (Musik)
  10. Talkender Comedian mit roter Nase (Audio/Buch)

Und so sehen die tatsächlichen Charts 2009 bei Buecher.de aus:

  1. Das verlorene Symbol – Dan Brown
  2. Atemschaukel – Herta Müller
  3. Limit – Frank Schätzing
  4. Wii Fit Plus (Software ohne Board)
  5. Stadtaffe – Peter Fox
  6. Bis(s) zum Ende der Nacht / Twilight-Serie Bd. 4 – Stephenie Meyer
  7. Keinohrhasen (Einzel-DVD)
  8. Wii Sports Resort + Wii Motion Plus (Bundle)
  9. Gute Reise – Ich + Ich
  10. Die Leber wächst mit ihren Aufgaben, Audio-CD , Eckart von Hirschhausen
4  Bücher in den Top 10 der besten Medien 2009

Vier der zehn erfolgreichsten Produkte waren 2009 Bücher

Quelle: Charts Buecher.de Foto: Thomas Kohler@Flickr

Videoportal Sevenload schaltet T-Mobile Werbung

Beim Abmelden auf dem Videoportal Sevenload erscheint folgende Meldung:

Lieber Nutzer- sevenload hat beschlossen diesen Platz für Werbung zu nutzen, damit wir weiterhin neue und aufregende Funktionen für euch erstellen können, ansonsten könnte dieser Service nicht gebührenfrei für euch bleiben.

Darunter ist eine famose Werbung, die zu einem führenden magentaroten Telekommnikationsanbieter verweist. Wenn man zwischen den Zeilen liest, erkennt man die Dramatik: NOCH ist es kostenlos. Die technischen Spielereien, die derzeit angeboten werden, dienen offenbar nur dem Heiß machen der Nutzer. Wenn man dann genügend gefunden hat, bittet man zur Kasse.

Als Gesellschafter ist es für die Telekom natürlich hilfreich, an die Nutzer des Videoportals zu gelangen. Erlöse und letztlich Gewinne ergeben sich allerdings aus dieser Bannerschaltung noch nicht. Insofern sollte man damit rechnen, daß reine Nutzerzahlen der Telekom und Sevenload nicht reichen werden und früher oder später zumindest ein Teil der Dienstleistungen kostenpflichtig angeboten wird.

Im beigefügten Sevenload – Aquarium-Video lohnt es sich, bis zum Ende zu warten …

DGB Chef verdient 11.200 EURO monatlich

Werden diese Jungs ihre Einnahmen veröffentlichen?

Werden diese Jungs ihre Einnahmen veröffentlichen?

Wenn das mal micht kontraproduktiv war. DGB-Chef Sommer prangert die Gehälter von Fußballern an und will, daß die Stars des Sports ihre Einnahmen veröffentlichen müssen. Ebenso sollen es die Top-Verdiener aus Film, Funk und Fernsehen tun. Hintergrund ist die Forderung, daß Manager ihre Gehälter auch offenlegen sollen.

Grundsätzlich ist nichts dagegen zu sagen, insbesondere weil Herr Sommer mit gutem Beispiel voran geht. Er teilte sein Einkommen mit € 11.200 monatlich (bei dreizehn Zahlungen im Jahr) mit. Das ist ehrlich aber gefährlich: verdienen alle Fußballstars soviel? Was verdient ein Schauspieler, wenn er gerade kein

Engagement hat? Auf wieviele Stars würde überhaupt ein Einkommen jenseits der € 150.000 zutreffen? Deutschland hat sie wieder, diese unsägliche Neiddebatte. Hoffentlich rechnet Herr Sommer damit, daß einzelne Bürger ihm es übel nehmen, daß der Gewerkschaftschef ein Vielfaches vom Durchschnittsverdiener bekommt.

Früher (jaja, da war alles besser) hätte es gemäß Micheal Sommer eine Regel gegeben, daß der Direktor das 10- oder 20-fache des Facharbeiters erhält – und nicht das Hundert- oder Zweihundertfache. Wer diese Regel aufgestellt hat, wie lange und umfassend sie galt – man weiß es nicht. Grundsätzlich wäre zu klären, warum man nicht als Manager das Hundertfache des Angestellten verdienen kann oder darf. Vielleicht ist die Verantwortung auch ganz einfach hundertfach größer?

DGB-Chef Sommer prangert an, daß das soziale Gefüge durch überdurschnittliche Gehälter in Schieflage gerät. Mindestens windschief macht es die Neiddebatte allerdings auch.

Foto: Markus Studer@Flickr

Tom Buhrow

Immer lustig, immer crazy. Diese permanente Fröhlichkeit ist schwer auszuhalten.