Archiv für Aktion

Twitter Hashtag #wulfffilme – 200 Bundespräsidenten-Kinohits

Über 400 Filmvorschläge zu Ehren von Bundespräsident Christian Wulff und seiner Kredit-, BILD- und Anrufbeantworteraffäre sind bei Twitter online und stündlich werden es mehr. Die Twitter-User nutzen den hashtag #wulfffilme. Die Aktion zeigt wieder einmal Geschwindigkeit und Kreativität der Web2.0-Gemeinde. Auf storify.com kann die komplette Liste eingesehen werden, die von Thomas Kohler zusammengestellt wurde. Inzwischen wurden auch die ersten Filmplakate hinzugefügt. Passend zur Thematik ein Auszug aus der Rede des Bundespräsidenten vom 22. Dezember 2011, die er als Reaktion auf erste Beschuldigungen bezüglich seines Privatkredites hielt:

“Ich weiß und finde es richtig, dass die Presse- und Informationsfreiheit ein hohes Gut ist in unserer freiheitlichen Gesellschaft. Das bedeutet gerade für Amtsträger, jederzeit die Wahrnehmung ihrer Aufgaben vor der Öffentlichkeit zu erläutern und gerade auch im Grenzbereich zwischen Dienstlichem und Privatem, zwischen Amt und privat, die erforderliche Transparenz herzustellen. Das ist, wie viele von Ihnen auch wissen, nicht immer leicht, gerade, wenn man an den Schutz betroffener Familienangehöriger und Freunde denkt. Aber es ist eben notwendig, denn es geht um Vertrauen in mich und meine Amtsführung.”

Twitter Hashtag Wulfffilme

 

Wahlkampf in der Provinz

Wahlkampff

Laternen sind unverzichtbar im Wahlkampf

Wer Wahlkampfplakate erfunden hat, läßt sich heutzutage nicht mehr konkret ermitteln. Durchweg alle Parteien scheinen aber den Werbezweck dieser übergroßen Paßbilder für Landtagswahlen anzuerkennen. Zu sehen sind Männer mit und ohne Bart, mit und ohne Brille und mit und ohne Glatze. Meistens mit Krawatte, die wagemutigen Kandidaten lassen den Hals frei. Damen sind in der Unterzahl auf den Postern vertreten. Zudem sind die Farben auf blau, rot, grün und gelb, die Schriftgröße auf unlesbar und die Aussagekraft auf beliebig beschränkt. Spätestes nach dem dritten Laternenpfahl weiß man überhaupt nichts mehr von den Unterschieden der Parteien, alles verschwimmt in der bunten Gesichterwelt von lauter netten Leuten. Bemerkenswert sind die Versuche, durch schräg angebrachte, zusätzliche Aufkleber den Wähler von der Bedeutung der Zweitstimme zu überzeugen. Wirkt so etwas? Die Anzahl derer, die ein Interesse daran haben, Plakate zu verunstalten, zu zerstören oder zu klauen ist vermutlich größer.

Mehr als je ein Polizeifahrzeug und ein Fotograf mit professioneller Ausrüstung sind unmissverständliche Zeichen. Die Politprominenz hält Hof im Wahlgebiet. Die Tatsache, daß Polizisten und Reporter zu entdecken sind, deutet darauf hin, daß die Spitzenkandidaten sich persönlich beim Wahlvolk sehen lassen. Die Anwesenheit von privaten Sicherheitsdiensten, die ausschließlich muskulöse Herren zwischen 25 und 40 mit bösem Blick, breiten Schultern, mäßig sitzenden Anzügen und einem Kabel im Ohr einstellen, bestätigen diesen Eindruck. Bei der zweiten oder dritten Garde der Kandidaten fehlen die Ordnungshüter garantiert (Personenschutz gibt es in Deutschland offenbar erst ab Minister aufwärts), die Presseleute meistens (wenn sich nicht irgendwo in der Nähe ein schwerer Verkehrsunfall zugetragen hat) und das Wahlvolk zuweilen auch.

Die Fraktion der Kurzarmhemden

Poster zur Landtagswahl

Partei oder Nicht-Partei

Die hohen Herren der Parteien ziehen vor allem die eigenen Mitglieder an. Das ist einerseits schade um den Aufwand für die Wahlkampfveranstaltungen, andererseits wären womöglich sonst viele Reden gänzlich ohne Publikum abgehalten worden. So sind Turnhallen, Festzelte und andere (für professionelle Werbezwecke an sich ungeeignete) Veranstaltungsorte mit Ortsvereinsmitgliedern und deren Verwandten gefüllt. Viele von Ihnen tragen kurzärmelige Hemden (ist ja Sommer) und Krawatten (ist ja was Offizielles), was bei den meisten in Kombination merkwürdig aussieht. Dazu sieht man die Mitglieder der Jugendorganisationen der jeweiligen Parteien. Das senkt den Altersdurchschnitt des Publikums beträchtlich. Diese Gruppe scheint die Hoffnung der Parteien zu sein. Warum, bleibt jedoch unklar. Wenn Deutschlands Jugend tatsächlich so bieder sein sollte, wie es die Jung-Parteiler verkörpern, ist einem um die Zukunft des Landes bange. Andersrum: wollen diese Jugendlichen (in großer Mehrzahl Jungs) tatsächlich so werden, wie jene Parteimitglieder, die auf dem Podium reden? Warum sind Politiker für sie Idole?

Mitunter passieren bei den Wahlkampfauftritten dann unerwartete Dinge. Der Wahlkampfauftakt (viel Sicherheitspersonal, viel Presse, viele geladene Gäste) platzt schon mal aus allen Nähten, weil einfach zu wenig Stühle vorhanden sind. Das Bemühen, doch noch ausreichend Sitzgelegenheiten für den Abend bereit zu stellen, wird dann auch der sympathischste Moment des Abends bleiben. Danach sinkt das Maß der Herzlichkeit und der Ehrlichkeit.

Das musikalische Rahmenprogramm wurde sorgfältig ausgewählt. Mann/Frau, Jung/Alt – mindestens hier wirkt vorbildlich das Gender-Programm, das sich die Partei selbst auferlegt hat. Die jungen Damen spielen Pop-Rock und das gar nicht mal schlecht. Eine junge hübsche an der Geige, eine nicht ganz so junge und weniger hübsche an der Gitarre mit viel zu engen weißen Hosen, unnötigen Tattoos und weißblonden Haaren und eine Baßspielerin. Sie ist eine hervorragende Musikerin, Outfit und Haare scheinen ihr allerdings egal zu sein; passend dazu: ihre Sandalen (es ist ja Sommer). Sie hat den Auftrag, Stimmung in denn Saal zu bringen. Das soll durch die permanente Aufforderung zum Mitklatschen gelingen, tut es aber nicht. Es klatscht nur hier und da (in der vorderen Reihen etwas mehr, denn dort würde die Fotografen das Nicht-Klatschen festhalten können). Der männliche Gegenpart des Kulturteils ist dann noch befremdlicher. Er will sich offenbar für weitere dieser Veranstaltungen empfehlen und ruft zwischen seinen Songs zum Wählen der veranstaltenden Partei auf. Fast erstaunlich, daß er der einzige an diesem Abend bleibt, der das wörtlich tut.

Gelebte Lockerheit

Dann der Auftritt der Gladiatoren: die hochrangigen Politiker aus den anderen Bundesländern zur Unterstützung der Parteifreunde. Einer ist unterhaltsam und verständlich in seiner Argumentation. Den würde man wählen, wenn er denn in diesem Bundesland zur Wahl stünde. Der andere nervt ungemein durch Namedropping seiner Vorgänger, Worthülsen und scheinbare Geschichten aus dem richtigen Leben, die ausnahmslos wie ausgedacht und vom persönlichen Referenten aufgeschrieben wirken. Die Protagonisten, um die es an diesem Abend eigentlich geht, zeigen sich professionell vorbereitet und wahnsinnig locker. Nur interessiert das kaum noch jemanden nach neunzig Minuten Musik und Grußworten. Lustig wird es nur dann, wenn auf den anderen Parteien und deren Strategen rumgehackt wird. Ob das als Argument reicht, diese Partei zu wählen, weil die anderen ganz viele Fehler machen, bleibt abzuwarten. Konstruiert wirken auch Parteiprogramme von derzeit an der Macht sitzenden Parteien. Warum sie das, was sie groß ankündigen, nicht einfach jetzt schon umsetzen, wo sie es in der Hand haben, bleibt eines der großen Geheimnisse der Politik.

Die Freude ist groß

Ehrlich wird der Wahlkampfabend dann erst wieder am Buffet, an dem es Rustikales und Regionales gibt. Die Parteifreunde warten geduldig, daß die Bockwürste aufgefüllt werden und trinken Bier in solchen Mengen, die man mit der Länge der Reden und/oder der kostenlosen Verfügbarkeit begründen kann. Die Politprofis versuchen noch, Bedeutendes und Bewegendes in die anwesenden Mikrofone und Kameras zu formulieren. Der Wahlkampfbesucher ist zu dieser Zeit schon auf dem Heimweg und freut sich auf die nächsten Europawahlen. Dann werden die Menschen auf den Postern am Straßenrand noch unbekannter sein.

Fotos: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz

Barrierefrei? Besucherfreundliche Museen

Im Landesmuseum Mainz fand Ende August 2011 eine Informationsveranstaltung für Behindertenverbände und Museen statt. Eingeladen hatte der Museumsverband Rheinland-Pfalz. Beantwortet wurden Fragen rund um das Thema Barrierefreiheit in Museen und ähnlichen touristischen Einrichtungen. Diese Aspekte wurden unter anderem vorgestellt:

  • UN-Behindertenrechtskonvention
  • aktuelle Richtlinien und Normen im Bereich Bauen oder Anforderungen
  • Strategien im barrierefreien Tourismus
  • Barrierefrei gestaltete Internetseiten
  • Entwicklung von Angeboten für Zielgruppen mit speziellen Einschränkungen
Innovative Ausstellungskonzepte

Vielfach gelobt für frische Ideen: Hygiene Museum in Dresden

Die wichtigste Erkenntnis der Veranstaltung: Barrierefreiheit in Museen hilft nicht nur Menschen mit Behinderung. Eltern mit kleinen Kindern, Kranke, ältere Menschen und viele weitere spezielle Bevölkerungsgruppen freuen sich ebenso über fehlende Hindernisse. Museen, die ihre Besucherzahlen steigern wollen/müssen, sollten sich fragen, ob nicht die Hindernisse, die viele Teile der Bevölkerung von einem Besuch abhalten könnten, die Ursache für mäßige Besucherzahlen sind.

Die Referate der Tagung kamen vor allen von Praktikern und waren dankenswerterweise ausdrücklich kurz aber dafür umso prägnanter. Diese Themen wurden behandelt (Titel, Refrent und kurzer Überblick):

Der Aktionsplan der Landesregierung Rheinland-Pfalz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Ottmar Miles-Paul, Landesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen

Der Aktionsplan ist bereits Arbeitsgrundlage für das Bundesland. Großes Ziel: Inklusion von Anfang an – nicht „nur“ Integration von behinderten Menschen. Konkrete Maßnahmen: Schulungen, barrierefreier Zugang für Museen und historische Gebäude (Paradebeispiele: Landesmuseum Mainz, Gedächtniskirche Speyer, Staatstheater Mainz, Theaterfestival Mainz und das Hambacher Schloß). Gelungen war beispielsweise die BUGA 2011 in Koblenz (z.B. mit der barrierefreien Seilbahn).

Relevante DIN-Normen für die Ausstattung und die Erreichbarkeit von Museen für behinderte BesucherInnen
Heinrich Mockenhaupt, Sachverständiger, Fachingenieur für barrierefreies Bauen

Nicht „nur“ gehbehinderte Menschen sind im Fokus, sondern viele verschiedene Behinderungen werden bedacht (vor allem Seh- und Hörbehinderte). Meistens sind schon kleine Details, die nicht teuer sein müssen, nützlich und enorm hilfreich. In der Regel sind Kompromisse machbar (Kosten, Denkmalschutz usw.). Vorbildlich sind beispielsweise Audioguides und taktile Elemente für Sehbehinderte und Videoguides mit Gebärdensprache für Hörbehinderte an Exponaten.

Websites für alle. Eckpunkte einer barrierefreien Gestaltung digitaler Online-Präsenzen
Matthias Kurz, Geschäftsführer media machine Mainz www.mediamachine.de

Durch Social Media vollzieht sich eine sehr starke Änderung des bislang bekannten Internets, vor allem mobiles Internet wird stark wachsen. Durch die Dominanz des Internets müssen Belange Behinderter künftig viel mehr berücksichtigt werden, da sie sonst in der Online-Welt benachteiligt sind. Internet ist für Behinderte geeignet. Weil:

  • es hat Zeit
  • es findet keine Diskriminierung statt
  • es ist nahezu überall verfügbar

Barrieren, die meist auch Nicht-Behinderte stören:

  • captcha (schwer bis gar nicht lesbar)
  • Struktur der Seite
  • Bedienung ohne Maus (Blinde nutzen Tastaturen)

Anforderungen an eine barrierefreie Seite:

  • wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robuste Programme (z.B. Browser)
  • Konzept von Anfang an bedenken, Teil der Mission
  • flexibles/anpaßbares Design (Schriftgrößen/Kontraste)
  • korrekter Code/Semantik: Sprachbrowser können Struktur erkennen. Google ist letztlich auch blind und findet letztlich nur strukturierte Inhalte.
  • aktuelle Browser
  • Textgliederung (Struktur Überschriften, Absätze usw.)
  • Zusammenfassung bei langen Texten
  • Fachbegriffe in Maßen
  • textliche Beschreibung von Bildern/Animationen
  • verständliche Begriffe in der Navigation (Als Link nicht hier verwenden. Besser Startseite)

Eine vorbildliche Seite ist z.B. aktion-mensch.de. Die Seite einfach-fuer-alle.de listet Checklisten auf, die erklären, was notwendig ist für eine barrierefreie Internetseite. Ebenso die Kriterien des Biene-Awards können als Orientierung dienen (biene-wettbewerb.de)
Web 2.0 ist die Chance. Mobiles Internet wird große Veränderungen bringen.

Blinde Menschen im Museum
Hela Michalski, Hörfilm e.V., München www.hoerfilmev.de

Audio-Beschreibung mit Uhrzeiten, Farben, Vergleichen usw. Blinde wollen selbst entscheiden, wann sie was hören. Keine Dauerbeschallung gewünscht. Mittels konkreter Beschreibungen können Blinde vollständig selbständig Museen erkunden.

Das neue Folientastbuch im Landesmuseum Mainz – ein weiteres Angebot für Blinde und Sehbehinderte
Dieter Becker, Landesmuseum Mainz www.landesmuseum-mainz.de

Taktile Elemente, Großschrift, Braille: Informationen zur Orientierung und Hintergründe zu Exponaten. Entstanden ist das Folientastbuch in Zusammenarbeit mit Blista. Herausforderungen:

  • Farbdarstellungen. Lösung: verbale Beschreibung, wie Leuchten der Farbe Blau wirkt.
  • Perspektiven/Bildebenen. Lösung: Details auf einzelnen Seiten erklärt; z.B. Personen, Landschaft, Gegenstände

Anforderungen und Strategien im barrierefreien Tourismus
Karina Krauß, Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH www.rlp-info.de

Normen (z.B. DIN) reichen nicht – Servicequalität ist gefragt: Informationen, Anreise, Unterkünfte, Essen und Trinken, Freizeit, Unterhaltung und Sport. Einzelne Angebote (z.B. Museum) reichen nicht aus – ein kompletter barrierefreier Urlaub ist der Wunsch der allermeisten Menschen mit Behinderung. Verknüpfung von z.B. Kultur-, Wellness und Sportangeboten in Verbindung mit barrierefreien Angeboten ist die Lösung, die leider nur punktuell schon Realität ist.

Gehörlose Menschen im Museum
Ralph Raule, Gebärdenwerk GbR, Hamburg www.gebaerdenwerk.de

Videoguide als Weiterentwicklung des Audioguides, (z.B. im Landesmuseum Mainz, BMAS Berlin, Ostwall-Museum Dortmund und Technikmuseum Wien im Einsatz). Andere Texte für Videobeschreibung notwendig im Vergleich zum Audioguide. Alternative in einigen Museen: Führungen von Gehörlosenführern. Anforderungen an Museen:

  • Gehörlosen haben meist Schwierigkeiten mit der Schriftsprache, daher ist eine zielgruppengerechte Ansprache notwendig
  • Gebärdensprache funktioniert dreidimensional – Schwierigkeit, dies im Video darzustellen
  • Dialekte in der Gebärdensprache: Unterschiede in Deutschland, Österreich, Schweiz, Britisches Englisch unterscheidet sich auch in der Gebärdensprache vom amerikanischen Englisch

Demografiefest – barrierefrei und attraktiv für alle Generationen
Mathias Knigge, grauwert – Büro für demografiefeste Produkte und Dienstleistungen, Hamburg www.grauwert.info

Meistens werden nur defizitorientierte Angebote geschaffen – besser wäre es, die Ansprüche der unterschiedlichen Generationen als Chance zu betrachten. In der Regel sind altersgerechte Lösungen nicht weniger schön, wenn man es vernünftig macht. Beispiel: Kunsthalle Emden ist nun demografiefest; Kunsthalle Bremen derzeit in Bearbeitung. Viele Aspekte: Zuwegungen, Beschilderung, Parkplätze, Lichtverhältnisse im Museum, Unterfahrbarkeit von Theken, Sitzgelegenheiten mit Rückenlehnen sind viel besser als Bänke, Spiegel bis zum Boden für Kinder und Rollstuhlfahrer.

Barrierefreiheit als Angebot für alle MuseumsbesucherInnen – im großen Haus erprobt – für kleinere Einrichtungen geeignet
Anna Doepfner, Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin

Die Ansprüche von Frauen im Technikmuseum wurden bislang zu wenig bedacht – Ausstellungen waren bislang eher für Männer/Jungs interessant.

Museumssterne Basel – ein beispielgebendes Projekt
Beat Ramseyer, Leiter des Projekts Museumssterne Basel
Caroline Buffet, Museum am Burghof, Lörrach www.museumssterne.ch

Ein barrierefreies Museum ist gleichzeitig auch ein Museum für ältere Menschen. In Sachen Information, Zugänglichkeit, Ausstellung und Veranstaltungen wurden Basler Museen aufgefordert, sich dem gut dotierten Wettbewerb zu stellen. Die Auszeichnung mit dem Stern war für die teilnehmenden Einrichtungen Ansporn für weitere Verbesserungen und Lob zugleich.

Mit Leichter Sprache durchs Museum – Führungen für Menschen mit Lernschwierigkeiten durch Menschen mit Lernschwierigkeiten
Ulrike Städtler, Spohr Museum, Kassel www.spohr-museum.de

Kurze Sätze, fast keine Nebensätze, in jedem Satz nur eine Information. Keine Fremd-/Fachwörter.:Ein Audioguide ist eine Führung per Kopfhörer, ein Flyer ist ein Faltblatt.

Stumme Zeugen zum Sprechen bringen – erläutert an einem Filmprojekt mit einer Förderschule
Jörg Hahn, Museumspädagoge in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesmuseum Koblenz www.gdke.rlp.de

Der Begriff Zeit ist für Förderschüler kaum vorstellbar. Mittels einer steinzeitlichen Geschichte, die als Film von den Kindern selbst gespielt wurde, konnte man die Historie im Eiszeitalter auf eindringliche Weise nahe bringen. Spiel und Spaß sind elementare Mittel, um Lernbehinderten abstrakte Phänomene zu verdeutlichen.

Weitere Informationen: Thomas Kohler – Kontakt

Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz

Wilde Bilder – Cartoons mit großen & kleinen Tieren

Cartoonair am Meer im Ostseebad Prerow auf dem Darß

Arschbombe

4. Cartoonair am Meer in Prerow

„WILDE BILDER – Cartoons mit großen & kleinen Tieren“ lautet das Motto bei der nunmehr vierten Auflage (10.06. bis 11.09.2011) des deutschlandweit einzigartigen Karikaturen-Freiluftfestivals, wie die Cartoonfabrik in einer Pressemeldung mitteilt. Cartoonisten sind Tierfreunde! Auch, weil sich Tiere ausgesprochen gut eignen, um menschliches Verhalten und Charaktereigenschaften darzustellen. Vor allem aber sind Cartoonisten Tierversteher! Sie wissen nicht nur, wie Tiere denken, sondern auch, was sie uns zu sagen haben und bringen selbst Fische zum Reden! So wird es auf der Wiese im Garten vom Kulturkaten nur so wimmeln von gezeichneten Mäusen, Hunden, Elefanten, Katzen, Pinguinen, Hühnern, Krokodilen, Schweinen, Giraffen, Schlangen, Fliegen und vielen anderen Spezies aus heimischer und fremder Fauna.

Mehr als 230 Cartoons von 45 der besten Karikaturisten Deutschlands und aus Österreich kann man vom 10.6. – 11.9. 2011 unter freiem Himmel bei Sonne, Wind und Regen sehen. Sie beweisen auf vergnügliche Weise, dass Tiere eigentlich auch nur Menschen sind und umgekehrt. Veranstaltet wird die Freiluftschau von der Berliner Cartoonfabrik, die seit 1991 Karikaturenausstellungen ausrichtet und mit dem Cartoonair am Meer ein spezielles kulturelles Angebot für die Sommerzeit an der Ostsee entwickelte. Nach den Urlaubscartoons 2008, „Fiesen Bildern“ 2009 und „Reizenden Bildern“ 2010 folgen die „Wilden Bilder- Cartoons mit großen und kleinen Tieren“.

Wie schon im vorigen Jahr wird die Ausstellung umrahmt mit satirischen Abendshows, bei denen bekannte Künstler wie Dietmar Wischmeyer, FIL und Horst Evers in Prerow auftreten. Zum Finale verwandelt sich das kleine Ostseebad wie immer zur Hauptstadt des Cartoons. Beim traditionellen Cartoonistenworkshop am Abschlusswochenende treffen sich zahlreiche Ausstellungsteilnehmer in Prerow, um gemeinsam zu zeichnen, zu signieren und mit dem Publikum zu feiern. Mehr über das Cartooair am mehr unter www.cartoonair-am-meer.de

Heimatmuseum im 21. Jahrhundert

Die Rolle der Heimatmuseen bei der Vermittlung der Themen biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit

gute Stube

So stellt man sich ein typisches Heimatmuseum vor

Wie Dr. Inge Gotzmann vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) e.V. berichtet, veranstaltete im November 2010 der BHU gemeinsam mit dem LWL-Freilichtmuseum Detmold einen ersten Workshop zu „Chancen und Möglichkeiten der Heimatmuseen zur Vermittlung der Themen biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit“. Auf der Veranstaltung in Detmold haben 30 fachkundige haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Museums- und Bildungsbereich neue Strategien für die Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Das Projekt wird durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Wer ist mit dem Begriff  „Heimatmuseum“ angesprochen?

Und was können die Rolle und der Beitrag gerade dieser Museen zur Vermittlung der aktuellen Themen biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit sein? Heimatmuseen sind die kleineren, kulturgeschichtlichen Museen mit einem engen Bezug zur lokalen oder regionalen Alltags- und Lebenswelt der Bevölkerung. Anhand von praktischen Beispielen aus der Museumsarbeit wurde aufgezeigt, dass gerade diese Einrichtungen sehr spannende und vielfältige Bildungsangebote entwickeln können. Um Themen wie Artenvielfalt und Nachhaltigkeit verständlich und lebensnah zu gestalten, muss man nicht erst in die weite Welt hinaus schweifen. Auf einem Rundgang durch den Museumsgarten oder einer Exkursion in die umgebende Kulturlandschaft lässt sich anschaulich vermitteln, dass Artenschutz direkt vor unserer Haustür stattfindet. Die regionaltypischen Obst- und Gemüsesorten, Kulturpflanzen, alten Nutz- und Haustierrassen oder die Einfriedungen und Hecken als Bestandteile der Kulturlandschaft machen einen wesentlichen Teil unserer biologischen Vielfalt und unseres kulturellen Erbes aus. Jeden Tag verschwinden diese Lebensräume mehr und sterben zahlreiche Arten aus. Hier können Heimatmuseen ansetzen und die globalen Zusammenhänge auf lokaler Ebene mit kreativen Ansätzen veranschaulichen.

Was Heimatvereine leisten

Der Heimatverein Nieheim beispielsweise betreut ein Heimatmuseum, in dem das Wissen um das traditionelle regionale Handwerk der Flechthecken lebendig gehalten wird. In der Projektarbeit mit Jugendlichen, die den Verein Jugend pro Natur e.V. gegründet haben, wird deren Handlungskompetenz in Naturschutz und bürgerschaftlichem Engagement gefördert. Im Rahmen von Pflegeeinsätzen werden neue ökologisch wertvolle Flechthecken in der Landschaft angelegt. Durch die selbstständige Übernahme weiterer Aufgaben in der Biotop- und Landschaftspflege engagieren sich die Jugendlichen aktiv für den Erhalt ihrer Kulturlandschaft.

Die Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer diskutierten in Arbeitsgruppen wesentliche Erfordernisse für die Bildungsarbeit in den Heimatmuseen und kamen hierbei zu wichtigen Ergebnissen: Erfolgreiche Museumsprojekte zeichnen sich durch Alleinstellungsmerkmale, z.B. regionale Themenschwerpunkte, aus. Kooperationen und Vernetzungen mit Schulen, Kindergärten, Naturschutzeinrichtungen, Freilichtmuseen, Tourismusanbietern u.a.m. sind unbedingt weiter auszubauen. Heimatmuseen sollen eigene Ideen für zielgruppenorientierte Veranstaltungen entwickeln, z.B. ein Seniorencafé oder eine Landschaftsführung gekoppelt mit einer Kennenlern-Aktion für junge Leute oder Singles. Handlungsbedarf wird vor allem auch in Fortbildungsangeboten gesehen. Als essentiell werden die Bereitschaft zur Weiterentwicklung und die Offenheit für Neues hervorgehoben. Die Einbindung externer Referentinnen und Referenten, die Integration und Wertschätzung des Ehrenamtes und die interaktive Einbeziehung der Besucherinnen und Besucher bilden wichtige Eckpunkte in einem Museumskonzept.

Im Frühjahr 2011 ist ein zweiter Workshop am konkreten Fallbeispiel in einem Heimatmuseum geplant. Die Ergebnisse des Projektes werden vom BHU in einer Publikation mit einem Handlungsleitfaden veröffentlicht. Dieser soll den Museen bei der Vermittlung der Themen biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit Anregungen geben und eine praxisorientierte Hilfestellung bieten.

Information und Kontakt: Dr. Inge Gotzmann, Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU), Bundesverband für Natur- und Denkmalschutz, Landschafts- und Brauchtumspflege e. V., Adenauerallee 68, 53113 Bonn, Telefon (0228) 22 40 91, Fax (0228) 21 55 03, Internet: www.bhu.de, E-Mail: bhu@bhu.de – Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz

Trotz iPad & Co: das Buch lebt

Deutschlands Leser haben gewählt – Der Leserpreis: Das sind die besten Bücher des Jahres 2010

buchWie das Literaturportal LovelyBooks berichtet, haben zum zweiten Mal die Leser und Leserinnen den Leserpreis an die besten Bücher des Jahres verliehen. Unter den Preisträgern des größten deutschen Publikumspreises für Literatur finden sich bekannte Autoren wie Sebastian Fitzek, Ken Follett und Kerstin Gier – aber auch so manche Überraschung.

Bis zum 10. Dezember 2010 konnten die Leser auf dem Literaturportal LovelyBooks.de für ihre Lieblingsbücher abstimmen. Insgesamt wurden 2.500 Bücher in zehn Kategorien nominiert. Mit 30.000 abgegebenen Stimmen haben die Leser die Bücher gewählt, die sie in diesem Jahr wirklich begeistert haben. Die Preisträger des Leserpreises 2010 in Gold sind:

  • Morgan Callan Rogers mit Rubinrotes Herz, eisblaue See in der Kategorie ‚Allgemein‘
  • Sebastian Fitzek mit Der Augensammler in der Kategorie ‚Spannung‘
  • Richard Paul Evans mit Mein Winter mit Grace in der Kategorie ‚Romantik‘
  • Suzanne Collins mit Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe in der Kategorie ‚Fantasy / Sci-Fi‘
  • Rebecca Gablé mit Hiobs Brüder in der Kategorie ‚Historische Romane‘
  • Kerstin Gier mit Saphirblau in der Kategorie ‚Kinder- / Jugendbuch‘
  • Bad Boy Uli mit Höllenritt in der Katgorie ‚Sachbuch / Ratgeber‘
  • Edgar Rai mit Nächsten Sommer in der Kategorie ‚Hörbuch‘
  • Angela S. Choi mit Hello Kitty muss sterben in der Kategorie ‚Bester Buchtitel‘
  • Kai Meyer mit Arkadien brennt in der Kategorie ‚Bestes Buchcover‘

Der Leserpreis wurde in zehn Kategorien jeweils in Gold, Silber und Bronze vergeben. Alle weiteren Preisträger können unter www.lovelybooks.de/leserpreis/2010/ eingesehen werden.

Autoren nutzen das Social Web für den Austausch mit den Lesern

Die Resonanz auf den ‚Leserpreis 2010‘ war sowohl bei den Lesern als auch bei den Autoren groß. Viele der nominierten Autoren nutzten das Social Web, um ihre Fans auf den ‚Leserpreis 2010‘ einzuschwören. So hat auch Bestsellerautor Ken Follett über den Microblogging-Dienst Twitter auf seine Nominierung für den Leserpreis hingewiesen: „Fall of Giants shortlisted in 2 categories for Leserpreis! Voting until 10 December!“, twittert der international gefeierte Star während seiner Lesereise durch Asien. Die Leser haben sein Buch in der Kategorie ‚Historische Romane‘ auf den zweiten Platz gewählt.

Auch deutsche Autoren haben erkannt, wie spannend der direkte Kontakt zu den Lesern ist. Autoren wie Sebastian Fitzek, Kerstin Gier oder Kai Meyer sind schon lange im Social Web zu Hause und interessieren sich für die Meinungen ihrer Leser. „Es ist mein allererster erster Platz, mit dem ich jemals für meine Bücher in Deutschland ausgezeichnet wurde“, sagt Preisträger Sebastian Fitzek. „Nicht nur deshalb wird der ‚Leserpreis 2010‘ für mich immer eine besondere Stellung inne haben, sondern auch, weil er von den objektivsten Kritikern vergeben wurde, die man als Autor haben kann: den Lesern!“

Kinder lassen sich für Bücher begeistern

… zumindest, wenn man das richtige Konzept wählt. Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern beweisen, daß man mit innovativen Ideen Kinder von der Spielkonsole zum Buch locken kann.

rudolf karstadt

Karstadt-Kaufhaus in Wismar - die Hansestadt ist Schauplatz des Romans "Auf den Spuren von Sansibar"

Innovation lautete das Schwerpunktthema der DJH-Mitgliederversammlung in Potsdam, mit dem sich die Vertreter des Verbandes mit fast 2 Mio. Mitgliedern vertieft auseinandergesetzt haben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Prämierung des „2. Innovationspreises der Jugendherbergen“, in dessen Rahmen (nach 2008 zum zweiten Mal) herausragende Projekte aus 548 Jugendherbergen des DJH ausgezeichnet wurden. Unterstützt wurde der Innovationspreis von BIONADE, der AOK, der Deutschen Post AG sowie dem Dudenverlag, die seit dem Jubiläumsjahr 2009 die Jugendherbergen im Rahmen verschiedener Kooperationsprojekte unterstützen. Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer des DJH, zeigte sich erfreut über die Ergebnisse des Wettbewerbs: „Die Qualität der 9 Gewinnerbeiträge steht stellvertretend für die engagierte und ambitionierte Arbeit in unseren Jugendherbergen und zeigt zudem, dass wir auch zukünftig im engen Dialog mit unseren Gästen neue und moderne Angebote entwickeln werden.”

Erlebniswelten mit Köpfchen

Zu den Gewinnern zählen auch zwei Häuser in Mecklenburg-Vorpommern, wie die Pressestelle des Landesverbandes des DJH mitteilt: In Wismar haben Kinder und Jugendliche im Rahmen des Projektes „Auf den Spuren von Sansibar“ die Möglichkeit, an den Originalschauplätzen eines Romans eigene Lesungen zu organisieren und durchzuführen.  „Dabei setzen sie sich mit der Geschichte vor Ort auseinander, wodurch das Bewusstsein und die Auseinandersetzung mit Demokratie und Toleranz geschärft werden soll. …Das Projekt aktiviert, fordert und unterhält die Teilnehmer auf eine vorbildliche Art“, so Dirk Paege von der Deutschen Post AG als Jurymitglied. In der Jugendherberge Beckerwitz sollen zukünftig Erste Hilfe Kurse für Menschen mit Sehbehinderungen durchgeführt werden. Damit wird eine Randgruppe der Gesellschaft angesprochen und eine Integrationsmöglichkeit im Sinne des Mottos der Jugendherbergen „Gemeinschaft erleben“ ermöglicht, urteilt die Jury.

Verantwortung als anerkannter außerschulischer Lernort

Letztendlich zeigen alle Beiträge, wie unterschiedlich ein Aufenthalt in den Jugendherbergen des DJH sein kann und er weit mehr darstellt als eine „Übernachtung mit Frühstück“. Gerade als anerkannter außerschulischer Lernort leisten die Jugendherbergen somit einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen deutschen Bildungslandschaft.

Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern

»Die Jugendherbergen« des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) sind 100 Jahre alt und damals wie heute Spezialisten für junge und jung gebliebene Gäste. Mit 27 Jugendherbergen, einem Jugendzeltplatz, ca. 440.000 Übernachtungen im Jahr und ca. 200 Beschäftigten ist der DJH-Landesverband der größte Jugendtourismusanbieter in Mecklenburg-Vorpommern. Die Jugendherbergen sind Teil einer weltumspannenden Idee, die mit über 4.000 Häusern in mehr als 80 Ländern für Begegnung, Austausch, Toleranz und Verständigung steht.

Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz

In der Kürze liegt die Würze – Themenwoche Essen ist Leben

Hunger

Essen ist Leben - offenbar auch für diesen Herrn

Themenwoche Essen ist Leben in der ARD – das bedeutete tägliches Programm im Ersten und den Dritten mit Beiträgen zum Thema Essen und Ernährung. Ein Extra-Logo wurde eingeblendet, man lernte, wie weit und lange Lebensmittel auf Reisen sind und unter anderem durfte Tim Mälzer seine feine Küche präsentieren. Doch nicht nur die üblich verdächtigen Fernsehköche machten diesen Braten fett: unglaublich viele Sendungen, Beiträge und Magazine beschäftigten sich im weitesten mit dem Thema: ein Spielfilm zum Fasten im Ersten (dank Maxim Mehmet, Inka Friedrich und Dietmar Bär war der sogar trotz des sperrigen Themas hübsch anzusehen), Liebe und andere Delikatessen bei Bayern 3, ein Polizeiruf zum Thema Schweinemast (in dem der Begriff Bohnekaffee öfters genannt wurde, als in anderen Schmonzetten Latte Macchiato geschlürft wird), Berichte über Food Design, Genfood und Diäten. Ebenso durften die Anklagen nicht fehlen: Hunger in Afrika, Tonnen von Lebensmittelmüll und die dramatischen Probleme im Zusammenhang mit der Biospritherstellung in Kolumbien.

Die fast unüberschaubare Magazinlandschaft im Ersten Programm legte ebenso nach, besonders in der Wahl der Beitragstitel: Weltreise – mit dem Magen durch Amerika (Eins Extra), Planet Wissen: Alles über Nudeln – Die Stammesgeschichte von Pasta, Spätzle & Co. (WDR) und Exakt – Die Story: Dickes Deutschland – Übergewicht und die Folgen (MDR). Dazu kamen die unverzichtbaren Talkshows und hunderte Beiträge in den zig Radiosendern der ARD und ein umfangreiches Internetangebot mit Kalorienrechner und Ratespielen. Alles mit dem hehren Ziel: Die ARD-Themenwoche sollte zeigen, wie wir mit unserer Ernährung die Welt verändern, Denkanstöße für einen bewussteren Konsum vermitteln und Appetit machen auf gutes und gesundes Essen. Täglich gilt: Man ist, was man isst. So zumindest hatte es das Erste im Vorfeld der Tehmenwoche bekannt gegeben.

Den entscheidenden Spritzer Extrafinesse, der zu dieser Themenwoche fehlte, brachte allerdings erst Altmeister Harald Schmidt am späten Abend. Er kürzte den ganzen Rummel um dieses Thema auf 10 Sekunden zusammen: Was  muß man bei der Ernährung beachten? Nicht so viel, öfters mal bewegen, nicht maßlos rauchen und saufen. Mahlzeit!

Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz